About

 

Ich,  Tillmann Damrau,versammle hier unter POOL.IT allerlei Absichten, Ansichten und Einsichten, die sich aus meiner Arbeit als bildender Künstler, Maler und Zeichner vor allem, ergeben.

Wer will, kann Details zu meiner Vita, eine Ausstellungs- und Publikationsliste über die drei folgenden Links abrufen.

Vita
Ausstellungen
Publikationen

Hier im Blog finden sich jede Menge lose Enden und bloße Anfänge, nur Beabsichtigtes und auch Unüberlegtes vielleicht, viel Unverbundenes und Bruchstückhaftes auf jeden Fall.

Kern meiner künstlerischen Arbeit ist die Erfahrung der Beschränktheit, der Kontingenz unseres Wissens und unserer Interpretation von “Welt”. Heute weniger denn je reichte die Anstrengung eines Einzelnen aus, das Wissen der Zeit zu fassen. Paradox ist, dass im Alltag kaum jemand diese Begrenztheit als grundsätzlichen Mangel empfindet. Der einzelne Mensch versteht sich jeweils als Ganzes und nicht als Bruchstück. Das Subjekt hat seine wiederholte Demontage durch die Wissenschaften recht gut überstanden und die Menschen sind keineswegs so verzagt, gebrochen und desorientiert wie es bisweilen für die Postmoderne vorhergesagt wurde. Mag sein, ihre Persönlichkeit ist fragmentiert, inkohärent und inkonsistent, sie sehen darin Offenheit, Vielfalt und Möglichkeit.

Mehr denn je empfinde ich mich in diesem Sinne als einen Dilettanten des Alltags, als jemanden, der vielleicht nicht jeden Morgen mit mehr Willenskraft aufsteht, als er am Abend zuvor zu Bett gebracht hat, wie das der “Künstler” Vautrin vom jungen Rastignac in Balzacs “Père Goriot” fordert, der aber dafür mit einer Art elaborierter Naivität durchs Lebens geht, dem Credo von Pierre Lévy vertrauend: “No one knows everything, everyone knows something, all knowledge resides in humanity.”

Jeder beansprucht ein ganzes Leben, eines, das seinen diversen Selbstbildern genügt und es ermöglicht diese im Alltag auch zu entwickeln oder, bei Bedarf, zu verwerfen. Gerade diese Offenheit, Varietät und Agilität des Ich vermittelt subjektiv Authentizität und durchaus auch ein Menschenbild. Im Bezug auf dieses Menschenbild, auf dessen Konturen, und seien diese noch so vorläufig und fließend, versteht sich der Einzelne als etwas Vollständiges, Ganzes, Unteilbares, als Individuum eben.

 

Tillmann Damrau, DER BESUCH, 2009, Mixed Media auf Leinwand, 190 x 150 cm

Tillmann Damrau, DER BESUCH, 2009, Mixed Media auf Leinwand, 150 x 190 cm

 

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